Während andere es sich am Dienstagabend auf der Couch gemütlich machen, hieß es für mich: Laufschuhe an und ab in die Kälte. Auf dem Plan stand heute eine echte Herausforderung für Herz und Lunge: HIT 2x10x1 Minute.

Die harten Fakten
Das Training in Neuburg an der Donau war punktgenau auf eine Stunde ausgelegt. Hier sind die Eckdaten meiner Performance:
- Distanz: 11,36 km.
- Zeit: Exakt 1:00:00 h.
- Ø Pace: 5:17 min/km.
- Beste Pace: Ein kurzer Sprint-Peak von 3:02 min/km!

Voller Fokus auf die Intervalle
Der Kern der Einheit waren zwei Blöcke mit jeweils 10 Intervallen à 1 Minute. Ein Blick auf meine Pace-Grafik zeigt die saubere Struktur: Nach einer Einlaufphase folgten die intensiven Belastungsspitzen, bei denen ich die Zielpace jedes Mal deutlich attackiert habe.
Besonders stolz bin ich auf den Training Effect:
- Aerob (3,5): Ein starker Reiz für die Grundlagenausdauer.
- Anaerob (3,6): Ein starker Zuwachs im Bereich der Tempohärte. Dass beide Werte fast gleichauf liegen, zeigt, wie effektiv dieses HIT-Format war.

Die besondere Herausforderung: Eiszeit am Flugplatz
Ein Faktor, den die Garmin-Daten nicht direkt zeigen, der aber meine volle Konzentration gefordert hat, war der Untergrund. Die Strecke rund um den NATO-Flugplatz war heute spiegelglatt. Bei den schnellen Intervallen mit einer Pace von teilweise über 4:00 min/km war das ein echter Balanceakt.
Dass ich trotz dieser rutschigen Bedingungen die Intervalle so sauber durchziehen konnte, spiegelt sich in meinem Leistungszustand wider, der konstant im positiven Bereich blieb (+4 bis +5). Es war nicht nur ein Training für die Lunge, sondern auch für die stabilisierende Muskulatur und den mentalen Fokus.

Performance & Gefühl
Meine Stamina sank über die Stunde konstant von 100 % auf 50 %. Das ist genau der Bereich, den ich anstrebe: Hart gearbeitet, aber nicht völlig „leer“ gelaufen. Meine Herzfrequenz erreichte in den Spitzen 166 bpm, während sie im Schnitt bei stabilen 137 bpm lag.


Der biomechanische Belastungsfaktor lag bei 16,11 km (obwohl die tatsächliche Distanz nur 11,36 km betrug). Das zeigt deutlich, wie viel mehr Last die schnellen Intervalle auf den Bewegungsapparat ausüben als ein lockerer Dauerlauf.

Fazit: Keine Ausreden
Trotz Dunkelheit und spiegelglatter Wege in Neuburg hat die Einheit geliefert. Der klare Sternenhimmel über mir war die perfekte Belohnung für die Anstrengung. Wenn die Bedingungen am schwierigsten sind, zählt der Wille am meisten – wer bei Eis und Kälte die Intervalle durchzieht, für den gibt es im Frühjahr keine Hindernisse mehr.

Egal wie glatt der Weg ist: Bleib dran, denn der Erfolg wartet am Ende der Komfortzone!
