Wie lief 2025

Eigentlich sollte 2025 ein sportliches Prunkstück werden. Doch blicke ich heute zurück, sehe ich eine Achterbahnfahrt, die mich mental und körperlich gefordert hat. Es war ein Jahr der „ersten Male“ – leider oft unfreiwillig.

Ein solider Start und das erste Warnsignal

Der Jahreswechsel fühlte sich noch vielversprechend an. Der 48. Neuburger Silvesterlauf war ein robuster Auftritt: Mit einer Pace von 4:18 min/km und einer Zeit von 25:02 Minuten legte ich ein stabiles Fundament.

Dieser Schwung trug mich in die ersten Rennen des SportIN Cups 2025. Die Ergebnisse dort waren gut, wenn auch nicht überragend – ich war im Soll und die Formkurve zeigte nach oben.

Doch im März folgte der erste Dämpfer: Beim STREETwald Cross wollte ich die 20 km angreifen. Es wurde eine Lektion in Sachen Selbsteinschätzung. Nach 10 km musste ich das Rennen abbrechen – ein Vorgeschmack auf die Instabilität, die sich durch den Rest der Saison ziehen sollte.

Der Domino-Effekt der Rückschläge

Nach dem Abbruch im Wald begann die Serie der unvorhersehbaren Ausfälle:

  • HM Ingolstadt: Mein geplanter zweiter Härtetest fiel einer kurzfristigen Corona-Infektion zum Opfer.
  • Challenge Roth: Mein absoluter Saisonschwerpunkt. Das Training war investiert, doch am Ende blieb nur das bittere „Cancelled“ auf dem Plan.
  • Challenge Almere-Amsterdam: Wir waren als Staffel vor Ort. Doch eine hartnäckige Erkältung stoppte mich unmittelbar vor dem Start. Während ein Ersatzläufer einsprang, blieb mir nur die Rolle des Supporters an der Strecke.

Die rettende Staffel in Roth & die Berg-Lektion

Ein kleiner Lichtblick inmitten der Enttäuschung über meine eigene abgesagte Langdistanz war die Challenge Roth Staffel. Kurzfristig ergab sich die Chance, in einer Staffel als Läufer teilzunehmen. Ich bin den Kollegen extrem dankbar, dass sie mich ins Team geholt haben – so konnte ich die unvergleichliche Atmosphäre in Roth zumindest auf der Laufstrecke aufsaugen.

Zusätzlich meldete ich mich noch für eine Olympische Distanz in Landshut, einfach um nochmal einen Triathlon zu machen. Natürlich auch dort wieder Einschränkungen, Neo-Verbot und über 30°, eine Hitzeschlacht.

Als „Ersatz“ für mein eigenes Roth-Finish wagte ich mich später zum ersten Mal an den Allgäu Panorama Marathon. Ich wollte die Enttäuschung wegrennen, doch die Berge zeigten mir bitter meine Grenzen auf. Die ungewohnten Höhenmeter waren eine Lektion in Demut – mein Körper war nach den vielen gesundheitlichen Rückschlägen schlichtweg nicht bereit für diese Extreme.

Mein Highlight 1: Das Mitteldistanz-Debüt mit Wolfgang

Trotz aller Schatten gab es diesen einen Moment, der alles wettmachte. Mein bester Kumpel Wolfgang und ich standen gemeinsam beim Triathlon Ingolstadt an der Startlinie. Für Wolfgang war es die erste Mitteldistanz überhaupt. Ihn bei diesem Debüt zu begleiten und gemeinsam durch dieses Rennen zu gehen, war mein absolutes Saison-Highlight. Hier ging es nicht um Bestzeiten, sondern um echte Triathlon Xperience und Freundschaft.

Mein Highlight 2: Der Brooks Marathon in München

Im Herbst habe ich mich dann nochmal spontan entschlossen am neuen Brooks Marathon in München teilzunehmen. Einfach nochmal checken, wie die Leistungsfähigkeit ist, nachdem ich ja für die Challenge Almere das Lauftraining intensiviert hatte. Und es war nochmal eine solide Leistung. Tolle Veranstaltung, Gerne mal wieder.

Was bleibt von 2025?

2025 hat mich Demut gelehrt. Mit der starken Frühform aus dem letzten Silvesterlauf 2025 (24:38 Min / 4:13er Pace) im Rücken, ziehe ich nun einen Schlussstrich. Die Revanche für 2026 ist geplant. Roth, das Allgäu und Almere – wir haben noch eine Rechnung offen!

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