Platz 19 in der AK M45, 8 Sekunden pro Kilometer schneller als 2024 – und das nach einer dreiwöchigen Erkältungspause. Die Road to Roth nimmt Fahrt auf.

Drei Wochen. So lange hat mich eine hartnäckige Erkältung aus der Bahn geworfen. Seit Aschermittwoch, dem 18. Februar, war an strukturiertes Training nicht zu denken – kein Schwimmen, kein Rad, kein Laufen. Ausgerechnet in der Phase, in der die Vorbereitung auf die Challenge Roth 2026 eigentlich richtig hätte Fahrt aufnehmen sollen. Umso mehr habe ich mich auf den 20. Neuberglauf Kasing gefreut – den Auftakt des SportIN Laufcup 2026 und gleichzeitig meinen ersten Wettkampf nach der langen Zwangspause.

Drei Wochen krank – und dann direkt an die Startlinie
Ich wäre gelogen, wenn ich sagen würde, dass ich ohne Bedenken an den Start gegangen bin. Die letzten Tage vor dem Rennen war ich zwar wieder auf den Beinen, aber von echter Wettkampfform war ich weit entfernt. Kein einziges Training in den Beinen, die Lunge noch nicht wieder auf 100 Prozent – und das Wetter am Sonntag zeigte sich typisch März: frisch, aber immerhin trocken. Eigentlich ideale Laufbedingungen, wenn man fit ist.

Mein Plan war simpel: ankommen, schauen was geht, die knapp 9 Kilometer solide abliefern – und auf keinen Fall mit dem Kopf durch die Wand. Spoiler: Der Plan hat so halbwegs funktioniert. 😄
Platz 19 in der AK M45 – der direkte Vergleich mit 2024
Die offizielle Ergebnisliste weist für mich Platz 19 in der Altersklasse M45 aus – bei 32 gewerteten Startern in meiner AK. Mitten im Feld, was nach vier Wochen ohne Training absolut in Ordnung geht. Dazu gab es noch eine gesonderte Bergwertung, in der ich mit 02:37,6 Minuten auf Platz 63 landete. Die Garmin-Uhr und die Zeitmessung liefern zusammen ein klares Bild:
| 2026 | 2024 | |
| Platz AK M45 | 19. / 32 | 8. / 16 |
| Offiz. Zeit | 38:19 min | 39:33 min |
| Ø Pace | 4:22 min/km | 4:30 min/km |
| Ø Herzfreq. | 163 bpm | 161 bpm |
| Höhenmeter | 57 m | 67 m |
| Distanz | 8,79 km | 8,78 km |
74 Sekunden schneller auf der fast identischen Strecke – und das nach drei Wochen Pause. Besonders interessant: Die Herzfrequenz war 2026 mit 163 bpm sogar minimal höher als 2024 mit 161 bpm. Das bedeutet, ich habe mehr aus mir herausgeholt und trotzdem eine deutlich bessere Zeit produziert. Die aerobe Effizienz hat sich verbessert – auch wenn der Körper nach der langen Pause noch ordentlich kämpfen musste.
Was gut gelaufen ist – und was noch zu tun ist
Das Positive ✅
Die Pace war angesichts der Umstände solide. Ich bin die knapp 9 Kilometer gleichmäßig angegangen, habe mir nicht in den ersten Kilometern die Beine kaputt gemacht – und das Ergebnis spricht für sich. 4:22 min/km nach einer vierwöchigen Erkältungspause ohne eine einzige Trainingseinheit im Vorfeld? Das zeigt mir, dass die Grundfitness noch da ist. Die Ausdauerbasis aus dem Herbst- und Wintertraining trägt noch.
Was noch zu tun ist ⚠️
Platz 19 von 32 in der AK M45 zeigt klar: In der Altersklasse ist noch ordentlich Luft nach oben. Wer wie AK-Sieger Marco Benz in 30:16 Minuten über die Strecke fliegt, der ist einer anderen Welt unterwegs. Aber das ist kein Dämpfer – das ist Motivation. Die Herzfrequenz von 163 bpm sagt mir außerdem: In wirklich guter Form würde ich 4:22 /km deutlich entspannter laufen. Das Potenzial ist da, es muss nur wieder freigeschaltet werden.
Einordnung: Wo stehe ich auf der Road to Roth?
Die Challenge Roth 2026 ist das große Saisonziel – und sie rückt immer näher. Der Neuberglauf war für mich heute kein Rennen, das ich auf Biegen und Brechen gewinnen musste. Es war eine wichtige Standortbestimmung: Bin ich noch im Spiel? Kann der Körper nach der Erkältung wieder Gas geben? Die Antwort ist ein klares Ja – aber der Weg ist noch weit.
Die kommenden Wochen werden zeigen, wie schnell ich wieder in den Trainingsrhythmus komme. Schwimmen, Rad und Laufen wollen alle wieder aufgebaut werden – und das parallel, ohne den Körper direkt zu überlasten. Der SportIN Laufcup begleitet mich dabei als roter Faden durch die Rennsaison, und ich freue mich schon auf die nächsten Läufe, bei denen ich dann hoffentlich aus einer volleren Vorbereitung heraus starten kann.
Fazit: Ein gutes Zeichen – nichts mehr, nichts weniger
Der 20. Neuberglauf Kasing war kein Traumlauf. Er war genau das, was er sein musste: ein erster Test nach einer langen Erkältungspause, der mir zeigt, dass noch etwas geht – und gleichzeitig deutlich macht, woran ich arbeiten muss. Platz 19 in der AK M45, 8 Sekunden schneller pro Kilometer als 2024 – das nehme ich als positives Signal. Die HF mahnt mich zur Bescheidenheit, und die Platzierung gibt mir klare Orientierung.
Und jetzt? Jetzt geht es darum, die Wochen bis Roth clever zu nutzen. Gesund bleiben. Konsequent trainieren. Und beim nächsten Laufcup-Rennen noch eine Schippe drauflegen. 💪
Bis zum nächsten Mal – auf der Strecke oder hier im Blog!
